Kosten

Einer der wichtigsten Vorteile der Investmentfonds besteht darin, dass man von der Fachkompetenz eines qualifizierten Fondsmanagers profitiert, die man sich als Anleger in der Regel nur sehr schwer (und unter hohem Kostenaufwand) selbst erarbeiten könnte. Die Kosten des Fondsmanagements und alle anderen Aufwendungen, die mit der Fondsverwaltung verbunden sind, von der Anteilspreisberechnung bis hin zur Verwahrung durch die Depotbank des Fonds, werden auf alle Investoren proportional zu ihrem jeweiligen Anlagebetrag umgelegt. Die dem Fondsvermögen belastete Summe wesentlicher Kosten und Gebühren, werden in der Regel durch die Gesamtkostenquote bzw. Total Expense Ratio (TER) ausgedrückt. Diese Quote wird als Prozentsatz des Gesamtwertes des Fondsvermögens ausgewiesen und im Jahresbericht des Fonds veröffentlicht. Die Gesamtkostenquoten werden auch häufig von den Finanzmedien und auf speziellen Internetseiten veröffentlicht, die unterschiedliche Fonds vergleichen und darüber informieren.

Die genaue Höhe aller Kosten hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. von der Größe eines Investmentfonds – die Kosten größerer Fonds werden auf eine größere Anlegerbasis verteilt und machen daher in der Regel einen geringeren Teil des Nettofondsvermögens aus. Fonds mit einer komplexen Anlagestrategie zahlen dem Manager eventuell eine höhere Gebühr, während Fonds, die in Schwellenmärkte investieren, unter Umständen höhere Abwicklungskosten für Transaktionen zahlen müssen. Bei Geldmarktfonds fallen in der Regel geringere Kosten an als bei Rentenfonds, die wiederum günstiger sind als Aktienfonds. Da passive Fonds, die Indizes nachbilden, keine aktiven Anlageentscheidungen treffen, sind ihre Verwaltungsgebühren normalerweise geringer als bei aktiv verwalteten Fonds.

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