Diversifikation

Die Diversifikation ist ein wichtiges Instrument im Risikomanagement. Die einfachste Art der Anlagestreuung sind Investmentfonds selbst, da sie ein weitaus größeres Anlagevolumen und größere Anzahl von Wertpapieren umfassen als das Portfolio eines Privatanlegers. Indem man das Fondsvermögen in ein möglichst großes Wertpapierspektrum investiert, trägt ein Fonds in der Regel ein geringeres Risiko als die Investition in ein einzelnes Wertpapier, zudem passen die Fondsmanager den Grad der Diversifikation innerhalb eines Fondsportfolios an seine Performanceziele und sein Risikoprofil an. Investoren mit geringer Risikobereitschaft entscheiden sich in der Regel für stärker diversifizierte Fonds, während Anleger, die bereit sind, ein größeres Risiko einzugehen, möglicherweise Fonds vorziehen, deren Investments stärker auf einen bestimmten Bereich konzentriert sind. Diversifikation lässt sich zumeist in drei Kategorien einteilen:

Anlageklasse

Durch die Investition in verschiedene Anlageklassen können Anleger gleichzeitig am Wachstumspotenzial von Aktien, den regelmäßigen Erträgen und den relativ stabilen Kursen von Anleihen sowie der Liquidität von Baranlagen bzw. Geldmarktinstrumente teilhaben. Fondsmanager können zudem eine zusätzliche Diversifikation innerhalb einer bestimmten Anlageklasse anstreben, beispielsweise durch die Kombination von sicheren Staatsanleihen mit geringerer Rendite und Anleihen von Unternehmen, die zwar eine höhere Verzinsung zahlen, aber auch mit einem höheren Ausfallrisiko verbunden sind. Die Diversifikation in einem Aktienfonds könnte zum Beispiel aus Aktien erstklassiger Unternehmen (sog. Bluechips) mit kontinuierlicher Gewinnentwicklung und darüber hinaus Beteiligungen an riskanteren, aber potenziell hoch rentablen Jungunternehmen bestehen.


Region

Investmentfonds können in Wertpapiere verschiedener Länder und Regionen investieren, in denen unterschiedliche wirtschaftliche Bedingungen herrschen, die wiederum Auswirkungen auf den Verlauf der Wertpapierkurse haben. Z.B. steigen die Aktienkurse der Unternehmen aus Ländern, die sich auf dem Weg zu einer Industrienation befinden (Schwellenländer, Emerging Markets) häufig stärker bzw. schneller als Aktien von Unternehmen aus wirtschaftlich ausgereifteren Regionen, weisen aber dafür höhere Kurschwankungen auf. Ein weltweit diversifiziertes Portfolio kann jedoch in Vermögenswerte mit höherer Renditeerwartung investieren und gleichzeitig die Stabilität einer breit gestreuten Anlagebasis bewahren. Denn kommt es zu weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen, kann die geografische Diversifikation die Anleger dann schützen, wenn sich einige Regionen der Welt schneller als andere erholen und damit auch ihre Wertpapierkurse.

Sektor

Die Volkswirtschaft eines Landes wird von Anlageexperten für gewöhnlich in verschiedene Industriezweige eingeteilt, die man als Sektoren bezeichnet. Diese Sektoren umfassen Bereiche wie z.B. das verarbeitende Gewerbe, Telekommunikation, das Gesundheitswesen, Technologie und Finanzdienstleistungen. Die Gesamtentwicklung jedes Sektors kann an einem Index gemessen werden, der die wirtschaftliche Stärke des Sektors wiedergibt. Investmentfonds können sich auf bestimmte Sektoren eines Landes, einer Region oder weltweit konzentrieren. Fondsmanager, die in einige oder viele Sektoren einer Wirtschaft investieren, versuchen, diejenigen Sektoren herauszufiltern, die sich voraussichtlich am besten entwickeln werden, während sie die anderen Sektoren meiden oder auch in ihren Anlagen untergewichten (Aktien, Anleihen, Geldmarkttitel).

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