Continue

This site uses third party analytics cookies. Continuing the navigation over the following banner or closing the same is expressed consent to their use.

Understanding Investing 简体中文网页 Members section

So schützen OGAW-Fonds Anleger

So schützen OGAW-Fonds Anleger

Das Konzept des Anlegerschutzes ist einer der Eckpfeiler der OGAW-Richtlinien (Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren) der Europäischen Union, in denen festgelegt ist, welche Anlagefonds sich für den freien Verkauf eignen. Das OGAW-Regelwerk besteht aus einer Reihe von Gesetzen, die zwischen 1988 und Juli 2011 in Kraft traten, und soll Privatpersonen, die in Fonds investieren möchten, ein sicheres rechtliches Rahmenwerk bieten. Es enthält allgemeingültige Bestimmungen zur Struktur, Verwaltung und Regulierung dieser Fonds sowie über den Schutz der mit ihnen verbundenen Vermögenswerte.

Die aktuellen OGAW-Bestimmungen wurden mit dem Gesetz vom 17. Dezember 2010 in Luxemburg eingeführt, ergänzt durch Rundschreiben und Empfehlungen der nationalen Finanzaufsichtsbehörde, der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF oder Aufsichtsbehörde für den Finanzsektor).

Fonds, die die betreffenden Kriterien erfüllen, können in jedem EU-Land frei verkauft werden, vorausgesetzt sie genügen der für OGAW-Fonds geltenden Anzeigepflicht. Die OGAW-Bestimmungen zum Anlegerschutz sind wohl der wesentlichste Grund dafür, dass die Bezeichnung OGAW  (im englischen UCITS – Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) innerhalb von zwei Jahrzehnten nicht nur in Europa, sondern weltweit zu einem Gütesiegel geworden ist, das großes Vertrauen genießt. Aus diesem Grund wollen  wir uns näher mit verschiedenen wichtigen, im OGAW-Regelwerk enthaltenen Aspekten des Anlegerschutzes befassen:

Zulässige Vermögenswerte
Diversifizierung
Liquidität
Bewertung
Risikomanagement und Compliance
Aufsicht und Verwahrung
Fondsinformationen

 

Zulässige Vermögenswerte

OGAW-Fonds unterliegen Bestimmungen im Hinblick auf die Art der Vermögenswerte, in die sie investieren dürfen (zulässige Vermögenswerte). Angaben zu den zulässigen Vermögenswerten finden Sie jeweils im Abschnitt „Anlagepolitik“ eines Fondsprospekts. In der Regel müssen die Fonds in übertragbare Wertpapiere oder sonstige liquide Finanzanlagen investieren, beispielsweise Geldmarktinstrumente, Anleihen, Aktien und sonstige Instrumente, die zum Erwerb dieser Wertpapiere durch Zeichnung oder Tausch berechtigen, sowie andere Fonds und Bankeinlagen.

Unter bestimmten Umständen können sie zu Anlage- oder Absicherungszwecken (zur Reduzierung des Portfoliorisikos) auch Finanzderivate wie Terminkontrakte (Futures), Optionen oder Tauchvereinbarungen (Swaps) verwenden, die sich auf einen zulässigen OGAW-Vermögenswert oder einen genehmigten Finanzindex beziehen. Da die OGAW-Richtlinie zulässige Vermögenswerte nur allgemein beschreibt, haben die europäischen Aufsichtsbehörden zusätzliche Leitlinien herausgegeben, um zu gewährleisten, dass allgemein Klarheit darüber herrscht, welche Arten von Vermögenswerten ein OGAW-Fonds erwerben darf.

 

Diversifizierung

Diversifizierung ist für Anleger aller Art – von den größten Rentenversicherungsanbietern bis hin zu Privatpersonen, die ihre Ersparnisse in Fonds anlegen – ein unverzichtbares Mittel zur Risikominderung. Verschiedene Arten von Fonds bieten Anlegern Zugriff auf Anlageklassen und -strategien, deren Wertentwicklung je nach Markt- und Konjunkturbedingungen variieren kann. Das breite Spektrum der auf dem Markt angebotenen OGAW-Fonds bietet Anlegern Diversifizierungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Vermögenswerte, in die die betreffenden Fonds investieren, die Wirtschaftssektoren und Branchen, die sie abdecken, und die Länder oder Regionen, in denen die Anlagen beheimatet sind.

Da OGAW-Fonds so konzipiert sind, dass sie sich für Privatanleger eignen, sehen ihre Bestimmungen ein bestimmtes Maß an Diversifizierung vor, um ihre Abhängigkeit von der Wertentwicklung einer kleinen Anzahl von Vermögenswerten zu verringern. In der Regel gilt: Je mehr  Vermögenswerte bzw. Wertpapiere in einem Fonds enthalten  sind, desto geringer das Risiko, dass Anleger einen erheblichen Anteil ihres Portfolios verlieren, falls ein bestimmter Vermögenswert an Wert verliert.

Die sogenannte 5/10/40-Regel gehört zu den bekanntesten Einschränkungen. Sie besagt, dass höchstens 10 Prozent des Nettovermögens eines Fonds in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten (Herausgeber von Wertpapieren, wie z.B. Unternehmen)  investiert werden dürfen und dass alle Positionen über 5 Prozent in der Summe nicht mehr als 40 Prozent des Gesamtportfolios ausmachen dürfen.

Es gibt einige Ausnahmen von dieser Regel. Bildet der Fonds beispielsweise einen Börsenindex oder sonstigen Index nach, liegt die Höchstgrenze pro Emittent bei 20 Prozent des Nettovermögens (bzw. unter außergewöhnlichen Umständen bei 35 Prozent).

Eine einzelne Anlage in einen anderen Fonds darf  20 Prozent der Vermögenswerte nicht überschreiten, und höchstens 30 Prozent des Portfolios eines OGAW-Fonds dürfen in Nicht-OGAW-Fonds investiert werden. Zudem dürfen OGAW-Fonds keine Anlagen in andere Fonds vornehmen, die mehr als 25 Prozent des Gesamtvermögens des anderen Fonds ausmachen würden.

Gemäß dem Prinzip der Risikostreuung kann die Aufsichtsbehörde eines OGAW-Fonds diesem die Genehmigung erteilen, bis zu 100 Prozent seiner Vermögenswerte in Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten anzulegen, die von EU-Mitgliedsstaaten oder Gebietskörperschaften ausgegeben oder garantiert wurden. In diesem Fall sollten in dem Fonds Wertpapiere von mindestens sechs verschiedenen Emittenten enthalten sein, und die Wertpapiere eines einzelnen Emittenten sollten nicht mehr als 30 Prozent seines Gesamtvermögens ausmachen.

Es bestehen eine Reihe weiterer Beschränkungen, die alle so konzipiert wurden, dass Risiken zwar nicht vollkommen ausgeschaltet werden, aber innerhalb eines geeigneten Rahmens bleiben. Die betreffenden Bestimmungen beziehen sich auf Anlagen in Vermögenswerte, die nicht an einer anerkannten Börse notiert sind oder gehandelt werden, die Verwendung von Derivaten wie Terminkontrakte und Optionen sowie Gegenparteirisiken (das Ausfallrisiko, das besteht, wenn die andere Partei ihren Verpflichtungen bei einer Fondstransaktion nicht nachkommt).

Der Prospekt des OGAW-Fonds enthält detaillierte Informationen, in welche Anlageklassen der betreffende Fonds investieren darf.  Zudem  stellt er dar, ob Derivatgeschäfte zugelassen sind. Ist dies der Fall, gibt der Prospekt ausdrücklich an, ob die Derivatgeschäfte zu Absicherungszwecken oder zum Erreichen von Anlagezielen dienen und wie die Verwendung von Derivaten sich auf das Risikoprofil des Fonds auswirkt.

 

Liquidität

Eines der wichtigsten Merkmale von OGAW-Fonds ist die unkomplizierte Handhabung des Kaufs oder Verkaufs von Fondsanteilen. Dies bedeutet, dass Anleger ihre Positionen in einem Fonds unverzüglich verkaufen können, ganz gleich, ob es wegen eines zu erwarteten Wertverlusts oder aus anderen Gründen geschieht. Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen dürfen Anleger OGAW-Anteile in der Regel mindestens zwei Mal pro Monat kaufen oder verkaufen, doch tatsächlich ist die überwiegende Mehrheit der OGAW-Fonds täglich handelbar.

Der Kauf- oder Verkaufspreis ist vom Nettoinventarwert (NAV) pro Anteil abhängig. Der NAV entspricht dem Nettovermögen des Fonds geteilt durch die Anzahl der Fondsanteile, die die Anleger halten. In den meisten Fällen fallen für Kauf und  in manchen Fällen auch beim Verkauf Gebühren und Kommissionen an. Exchange-Traded Funds (ETFs, auf Deutsch: börsengehandelte Indexfonds), bei denen es sich um OGAWs handelt, die wiederum selbst an der Börse notiert sind und auf öffentlichen Märkten gehandelt werden, können es Anlegern ermöglichen, während der Geschäftszeiten dieser Märkte jederzeit Anteile zu kaufen oder zu verkaufen. Ihre Handelsmöglichkeiten und der gebotene Preis hängen jedoch von der Verfügbarkeit anderer Käufer oder Verkäufer ab.

 

Bewertung

Die Voraussetzung für das Vertrauen der Anleger in einen OGAW-Fonds besteht darin, dass sie den Bewertungen vertrauen können, die der Fonds für einzelne Vermögenswerte zur Ermittlung des Nettoinventarwertes  verwendet. Anleger kaufen Anteile eines OGAW-Fonds, ohne den genauen Preis zu kennen, der erst ermittelt wird, nachdem die Transaktion durchgeführt wurde. Im Regelfall werden die aktuellen Schlusskurse des offiziellen Marktes zur Bewertung öffentlich gehandelter Wertpapiere verwendet, andernfalls muss ein Verkehrswert angegeben werden. Auf diese Weise soll ein Schutz vor „Late Trading“, „Market Timing“ und sonstigen Praktiken gewährleistet werden, die den Wert eines Fonds beeinflussen könnten.

Außerdem sind feste Regelungen zur Bewertung bestimmter Vermögenswerte wie z.B.  Commercial Papers (kurzfristig laufende Geldmarktpapiere) und außerbörslich (OTC, Over The Counter) gehandelte Derivate vorhanden, die nicht an öffentlichen Wertpapierbörsen gehandelt werden. Die Verwaltungsgesellschaft eines OGAW-Fonds muss Bewertungsverfahren für Derivate etablieren, die deren Komplexität angemessen sind und Anleger müssen über die Einzelheiten dieser Verfahren in Kenntnis gesetzt werden. Der Fondsmanager kann ein externes Unternehmen mit der Durchführung der Bewertungen beauftragen. Falls das Verfahren unternehmensintern durchgeführt wird, muss dies unabhängig vom Portfoliomanagement geschehen, um Interessenskonflikte zu vermeiden.

 

Risikomanagement

Alle Anlagen sind mit einem Mindestmaß an Risiko verbunden. Entscheidend ist, dass OGAW-Fonds sich an das Risikoniveau halten, das den Anlegern vorab angegeben wurde. Fondsmanager müssen Verfahrensweisen etablieren, mit denen sie das Risiko ihrer Anlagen jederzeit messen können, und die Rolle des Risikomanagers muss unabhängig von derjenigen des Portfoliomanagers sein, um potenzielle Interessenskonflikte zu vermeiden. Der Fondsmanager kann gegebenenfalls ein externes Unternehmen mit der Risikoüberwachung und -messung beauftragen.

Das Risikomanagementverfahren für OGAW-Fonds muss angemessen sein, bestimmte Anforderungen erfüllen, ausführlich beschrieben und von der CSSF genehmigt sein. Einer der bekanntesten Ansätze, mit dem sich das Risiko eines Verlusts der Fondsanlagen messen lässt, ist „Value at Risk“ (VaR). Es können jedoch auch andere Methoden angewandt werden, sofern die Aufsichtsbehörde zustimmt, dass sie für das Risikoprofil des Fonds angemessen sind. Wenn der Fonds auf einer komplexen Anlagestrategie beruht oder zu einem hohen Anteil in Derivaten investiert, ist die Anwendung einer erweiterten Risikomethodik erforderlich.

Bei der Überwachung der Anlagevorschriften werden die Anlage- und Diversifizierungsbestimmungen, wie auch die Einhaltung der Richtlinien des Fonds überprüft.  Die Durchführung dieser Tätigkeit ist auch häufig unter dem englischen Begriff „Investment Compliance“ bekannt  und gehört in einigen Unternehmen auch zum Aufgabenbereich des Risikomanagers. Dieser ist gegenüber dem Verwaltungsrat des Fonds für seine Tätigkeit rechenschaftspflichtig, unter anderem auch für erfolgte Maßnahmen im Hinblick auf die Korrektur von Mängeln. Zudem muss er auf potenzielle oder tatsächliche Grenzüberschreitungen aufmerksam machen und ggfs. die Bewertungsverfahren für OTC-Derivate überwachen.

 

Aufsicht und Verwahrung

Die OGAW Richtlinie sieht eine Vielzahl verschiedener Mechanismen zur Überwachung und gegenseitigen Kontrolle auf unterschiedlichen Ebenen vor, um den Schutz der Anlegerinteressen zu gewährleisten.

Zunächst ist die dem Fonds zugehörige Verwaltungs- bzw.  Investmentgesellschaft   verantwortlich für  die Aktivitäten der Fonds und den Schutz der Anlegerinteressen. Sie muß über einen Beaufsichtigungs-  und Steuerungsrahmen für die  Verwaltung des Fonds und die Anlageentscheidungen verfügen, regelmäßige Verwaltungsratssitzungen abhalten und Mitarbeiter ernennen, die für die Verwaltung des Fonds zuständig sind. Sie muß über die Ressourcen und Verfahren verfügen, die zur ordnungsgemäßen Ausführung der notwendigen Tätigkeiten erforderlich sind, und diese wirksam einsetzen. Der Fonds muss gemäß den Verwaltungsvorschriften und im ausschließlichen Interesse der Anleger verwaltet werden. Zudem ist zu beachten, dass eine Verwaltungsgesellschaftgesellschaft gegenüber den Anlegern des Fonds für jegliche Verluste haftet, die aufgrund einer Nichterfüllung ihrer Verpflichtungen entstehen.

Eine besondere Rolle fällt der Depotbank zu, bei der es sich gemäß luxemburgischem Gesetz um eine von der CSSF genehmigte Bank handeln muss. Sie muss entweder in Luxemburg registriert sein oder dort eine Niederlassung haben, falls sich ihr Hauptsitz in einem anderen EU-Land befindet. Die Vermögenswerte des Fonds müssen einer Depotbank zur Verwahrung anvertraut werden.

Die Depotbank muss die Vermögenswerte eines OGAW-Fonds jederzeit getrennt von ihren eigenen Vermögenswerten und denen der Verwaltungsgesellschaft verwahren. Die strikte Trennung zwischen der Verwaltungsgesellschaft und der Depotbank sowie ihrer Pflichten gewährleistet beispielsweise, dass das Fondsvermögen – das den Anlegern gehört – nicht zur Bezahlung von Gläubigern beschlagnahmt werden kann, falls die Verwaltungsgesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Die Depotbank nimmt weitere wichtige Überwachungsfunktionen wahr. Sie muss gewährleisten, dass der Verkauf, die Emission, der Rückkauf und die Annullierung von Fondsanteilen nach Maßgabe der Gesetze oder der Verwaltungsvorschriften erfolgen. Außerdem beaufsichtigt sie die Einziehung und Verwendung der Fondserträge aus Anlagen wie Dividenden. Schließlich gewährleistet sie auch, dass die Berechnung des Nettoinventarwerts gemäß den Bestimmungen des Fonds ausgeführt wird.

Die Depotbank haftet der Managementgesellschaft und den Anlegern gegenüber für sämtliche Verluste, die aufgrund einer unvertretbaren Nichterfüllung oder nachlässigen Ausführung ihrer Verpflichtungen entstehen.

Eines der grundlegenden Prinzipien des OGAW-Anlegerschutzes besteht darin, dass die Depotbank und die Verwaltungsgesellschaft – im Kontext ihrer jeweiligen Rolle – verpflichtet sind, unabhängig und im alleinigen Interesse der Anleger zu handeln.

Um die Einhaltung sämtlicher Vorschriften zu gewährleisten, werden die in Luxemburg ansässigen Fondsmanager und Anbieter von bestimmten Dienstleistungen für OGAW-Fonds sowie die Fonds selbst und ihre Depotbanken von der luxemburgischen Aufsichtsbehörde, der CSSF, lizenziert und überwacht und müssen regelmäßig Informationen an diese weiterleiten. Zudem unterliegen sie internen und externen Prüfungen, deren Ergebnisberichte der Aufsichtsbehörde zur Verfügung gestellt werden.

 

Fondsinformationen

Leicht zugängliches, verständliches und aktuelles Informationsmaterial ist eine der besten Formen des Anlegerschutzes. Es kann verhindern, dass Anleger Fonds kaufen, die für ihre Bedürfnisse oder ihr Risikoprofil nicht geeignet sind, und Anleger warnen, falls die Verwaltung des Fonds die Versprechungen des Anbieters nicht erfüllt.

Ein Fonds muss gemäß den OGAW-Bestimmungen einen Prospekt, Jahres- und Halbjahresberichte sowie das Dokument „Wesentliche Anlegerinformationen“ (im englischen: KIID - Key Investor Information Document) veröffentlichen. Dieses ersetzt den sogenannten vereinfachten Prospekt, und sämtliche OGAW-Fonds müssen bis zum 1. Juli 2012 über ein solches Dokument in ihren Vertriebsländern verfügen.

Der Fondsprospekt enthält ausführliche Angaben zu den Anlagezielen und -strategien des Fonds sowie zu den mit ihm verbundenen Risiken. Gegebenenfalls beinhaltet er auch Informationen zur Wertentwicklung des Fonds in der Vergangenheit. Er gibt zudem an, wie die Bewertung des Fonds erfolgt und welche Bedingungen beim Kauf oder Verkauf von Anteilen zu beachten sind. Für Laien kann der Prospekt jedoch zuweilen eine mühsame, schwer verständliche Lektüre sein. Aus diesem Grund wurde das Dokument „Wesentliche Anlegerinformationen“ konzipiert, um einen kurz gefassten, aber doch umfassenden Überblick über die Hauptmerkmale des Fonds zu bieten. Es ist in allgemein verständlicher Sprache verfasst und liegt in einem Standardformat vor (meist zwei A4-Seiten).

Das Dokument liefert Anlegern Informationen darüber, wie der Fonds arbeitet, in welche Vermögenswerte er investiert, wie hoch das mit seinen Anlagen verbundene Risiko ist, wie sein Wert sich in der Vergangenheit entwickelt hat und welche Kosten regelmäßig vom Fondsvermögen abgezogen werden.  Fondsgesellschaften  müssen für jeden von ihnen vermarkteten OGAW-Fonds und für jede eigene Anteilsklasse dieses Dokument erstellen (in den entsprechenden Sprachen für jedes Land).  Im Falle entscheidender Änderungen an dem Fonds oder mindestens einmal pro Jahr muss es neu erstellt werden.

Die in „Wesentliche Anlegerinformationen“ enthaltenen Informationen sollten ausreichen, um Anlegern eine Entscheidung über die Frage zu ermöglichen, ob der betreffende Fonds für sie geeignet ist. Zur Darstellung des angestrebten Risiko-Ertrags-Profils wird ein Risikoindikator verwendet, der dieses Verhältnis auf einer Skala von 1 (das geringste Risiko und die geringste potenzielle Rendite) bis 7 (das/die höchste) anzeigt.  Zudem befinden sich in dem Dokument Hinweise über Risiken, die diese Einstufung zwar nicht unmittelbar beeinflussen, aber die trotzdem für den Fonds von Bedeutung sein können.

Der Jahresbericht enthält Einzelheiten über Anlagen und die Wertentwicklung eines Fonds, einschließlich eines vom Fondsmanager verfassten Kommentars über die Entwicklungen während des Geschäftsjahrs. Er liefert Anlegern (ebenso wie der Halbjahresbericht) Informationen, mit deren Hilfe sie beurteilen können, ob der Fonds gemäß den Darstellungen  verwaltet wird und ob er sich immer noch für ihre Anforderungen eignet. Eine unabhängige Kontenprüfung seitens eines Wirtschaftsprüfers gewährleistet die Korrektheit der  veröffentlichten Zahlen.

Updated on 12/03/12  
Share |