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Diversifizierung

Diversifizierung ist für Anleger aller Art – von den größten Rentenversicherungsanbietern bis hin zu Privatpersonen, die ihre Ersparnisse in Fonds anlegen – ein unverzichtbares Mittel zur Risikominderung. Verschiedene Arten von Fonds bieten Anlegern Zugriff auf Anlageklassen und -strategien, deren Wertentwicklung je nach Markt- und Konjunkturbedingungen variieren kann. Das breite Spektrum der auf dem Markt angebotenen OGAW-Fonds bietet Anlegern Diversifizierungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Vermögenswerte, in die die betreffenden Fonds investieren, die Wirtschaftssektoren und Branchen, die sie abdecken, und die Länder oder Regionen, in denen die Anlagen beheimatet sind.

Da OGAW-Fonds so konzipiert sind, dass sie sich für Privatanleger eignen, sehen ihre Bestimmungen ein bestimmtes Maß an Diversifizierung vor, um ihre Abhängigkeit von der Wertentwicklung einer kleinen Anzahl von Vermögenswerten zu verringern. In der Regel gilt: Je mehr  Vermögenswerte bzw. Wertpapiere in einem Fonds enthalten  sind, desto geringer das Risiko, dass Anleger einen erheblichen Anteil ihres Portfolios verlieren, falls ein bestimmter Vermögenswert an Wert verliert.

Die sogenannte 5/10/40-Regel gehört zu den bekanntesten Einschränkungen. Sie besagt, dass höchstens 10 Prozent des Nettovermögens eines Fonds in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten (Herausgeber von Wertpapieren, wie z.B. Unternehmen)  investiert werden dürfen und dass alle Positionen über 5 Prozent in der Summe nicht mehr als 40 Prozent des Gesamtportfolios ausmachen dürfen.

Es gibt einige Ausnahmen von dieser Regel. Bildet der Fonds beispielsweise einen Börsenindex oder sonstigen Index nach, liegt die Höchstgrenze pro Emittent bei 20 Prozent des Nettovermögens (bzw. unter außergewöhnlichen Umständen bei 35 Prozent).

Eine einzelne Anlage in einen anderen Fonds darf  20 Prozent der Vermögenswerte nicht überschreiten, und höchstens 30 Prozent des Portfolios eines OGAW-Fonds dürfen in Nicht-OGAW-Fonds investiert werden. Zudem dürfen OGAW-Fonds keine Anlagen in andere Fonds vornehmen, die mehr als 25 Prozent des Gesamtvermögens des anderen Fonds ausmachen würden.

Gemäß dem Prinzip der Risikostreuung kann die Aufsichtsbehörde eines OGAW-Fonds diesem die Genehmigung erteilen, bis zu 100 Prozent seiner Vermögenswerte in Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten anzulegen, die von EU-Mitgliedsstaaten oder Gebietskörperschaften ausgegeben oder garantiert wurden. In diesem Fall sollten in dem Fonds Wertpapiere von mindestens sechs verschiedenen Emittenten enthalten sein, und die Wertpapiere eines einzelnen Emittenten sollten nicht mehr als 30 Prozent seines Gesamtvermögens ausmachen.

Es bestehen eine Reihe weiterer Beschränkungen, die alle so konzipiert wurden, dass Risiken zwar nicht vollkommen ausgeschaltet werden, aber innerhalb eines geeigneten Rahmens bleiben. Die betreffenden Bestimmungen beziehen sich auf Anlagen in Vermögenswerte, die nicht an einer anerkannten Börse notiert sind oder gehandelt werden, die Verwendung von Derivaten wie Terminkontrakte und Optionen sowie Gegenparteirisiken (das Ausfallrisiko, das besteht, wenn die andere Partei ihren Verpflichtungen bei einer Fondstransaktion nicht nachkommt).

Der Prospekt des OGAW-Fonds enthält detaillierte Informationen, in welche Anlageklassen der betreffende Fonds investieren darf.  Zudem  stellt er dar, ob Derivatgeschäfte zugelassen sind. Ist dies der Fall, gibt der Prospekt ausdrücklich an, ob die Derivatgeschäfte zu Absicherungszwecken oder zum Erreichen von Anlagezielen dienen und wie die Verwendung von Derivaten sich auf das Risikoprofil des Fonds auswirkt.

Updated on 12/03/12  
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