Continue

This site uses third party analytics cookies. Continuing the navigation over the following banner or closing the same is expressed consent to their use.

Understanding Investing 简体中文网页 Members section

Aufsicht und Verwahrung

Die OGAW Richtlinie sieht eine Vielzahl verschiedener Mechanismen zur Überwachung und gegenseitigen Kontrolle auf unterschiedlichen Ebenen vor, um den Schutz der Anlegerinteressen zu gewährleisten.

Zunächst ist die dem Fonds zugehörige Verwaltungs- bzw.  Investmentgesellschaft   verantwortlich für  die Aktivitäten der Fonds und den Schutz der Anlegerinteressen. Sie muß über einen Beaufsichtigungs-  und Steuerungsrahmen für die  Verwaltung des Fonds und die Anlageentscheidungen verfügen, regelmäßige Verwaltungsratssitzungen abhalten und Mitarbeiter ernennen, die für die Verwaltung des Fonds zuständig sind. Sie muß über die Ressourcen und Verfahren verfügen, die zur ordnungsgemäßen Ausführung der notwendigen Tätigkeiten erforderlich sind, und diese wirksam einsetzen. Der Fonds muss gemäß den Verwaltungsvorschriften und im ausschließlichen Interesse der Anleger verwaltet werden. Zudem ist zu beachten, dass eine Verwaltungsgesellschaftgesellschaft gegenüber den Anlegern des Fonds für jegliche Verluste haftet, die aufgrund einer Nichterfüllung ihrer Verpflichtungen entstehen.

Eine besondere Rolle fällt der Depotbank zu, bei der es sich gemäß luxemburgischem Gesetz um eine von der CSSF genehmigte Bank handeln muss. Sie muss entweder in Luxemburg registriert sein oder dort eine Niederlassung haben, falls sich ihr Hauptsitz in einem anderen EU-Land befindet. Die Vermögenswerte des Fonds müssen einer Depotbank zur Verwahrung anvertraut werden.

Die Depotbank muss die Vermögenswerte eines OGAW-Fonds jederzeit getrennt von ihren eigenen Vermögenswerten und denen der Verwaltungsgesellschaft verwahren. Die strikte Trennung zwischen der Verwaltungsgesellschaft und der Depotbank sowie ihrer Pflichten gewährleistet beispielsweise, dass das Fondsvermögen – das den Anlegern gehört – nicht zur Bezahlung von Gläubigern beschlagnahmt werden kann, falls die Verwaltungsgesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Die Depotbank nimmt weitere wichtige Überwachungsfunktionen wahr. Sie muss gewährleisten, dass der Verkauf, die Emission, der Rückkauf und die Annullierung von Fondsanteilen nach Maßgabe der Gesetze oder der Verwaltungsvorschriften erfolgen. Außerdem beaufsichtigt sie die Einziehung und Verwendung der Fondserträge aus Anlagen wie Dividenden. Schließlich gewährleistet sie auch, dass die Berechnung des Nettoinventarwerts gemäß den Bestimmungen des Fonds ausgeführt wird.

Die Depotbank haftet der Managementgesellschaft und den Anlegern gegenüber für sämtliche Verluste, die aufgrund einer unvertretbaren Nichterfüllung oder nachlässigen Ausführung ihrer Verpflichtungen entstehen.

Eines der grundlegenden Prinzipien des OGAW-Anlegerschutzes besteht darin, dass die Depotbank und die Verwaltungsgesellschaft – im Kontext ihrer jeweiligen Rolle – verpflichtet sind, unabhängig und im alleinigen Interesse der Anleger zu handeln.

Um die Einhaltung sämtlicher Vorschriften zu gewährleisten, werden die in Luxemburg ansässigen Fondsmanager und Anbieter von bestimmten Dienstleistungen für OGAW-Fonds sowie die Fonds selbst und ihre Depotbanken von der luxemburgischen Aufsichtsbehörde, der CSSF, lizenziert und überwacht und müssen regelmäßig Informationen an diese weiterleiten. Zudem unterliegen sie internen und externen Prüfungen, deren Ergebnisberichte der Aufsichtsbehörde zur Verfügung gestellt werden.

Updated on 12/03/12  
Share |