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Häufig gestellte Fragen

1. Warum brauche ich einen Anlageberater?

Die Bandbreite Ihrer finanziellen Anlagemöglichkeiten ist enorm und die Entscheidung darüber, welche sich am besten für Sie eignet, hat maßgeblichen Einfluss auf den langfristigen Erfolg Ihrer Anlage. Ein Anlageberater hilft Ihnen bei der Ermittlung Ihres Risikoprofils, Ihrer finanziellen Ziele und Ihrer allgemeinen Finanzlage. Anhand dieser Faktoren kann der Berater Ihnen eine Kombination von Investments empfehlen, die auf Ihre aktuellen und künftigen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die Erfahrung und Kompetenz eines Finanzberaters bringt Klarheit in ein Fachgebiet, das oft komplex und unübersichtlich wirken kann.

2. Meine Ersparnisse liegen seit vielen Jahren auf einem Bankkonto. Warum sollte ich jetzt auf Investmentfonds umsteigen?

Obwohl Bankkonten generell als sehr sichere Investition betrachtet werden, sind die Zinsen in den meisten Ländern so niedrig wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr, sodass Ersparnisse bei der Bank nur sehr geringe Renditen bringen. Investmentfonds bieten Investoren die Möglichkeit, höhere Renditen zu erzielen, entweder, um die eigenen Einkünfte zu steigern oder um für später vorzusorgen. Dank der riesigen Auswahl an Fonds können Sie sich für die Investments entscheiden, die zu Ihrer (eventuell auch nicht vorhandenen) Risikobereitschaft passen.

3. Bin ich zu alt, um für meinen Ruhestand vorzusorgen?

Je eher Sie mit Ihrer Altersvorsorge beginnen, desto besser natürlich. Grundsätzlich kann aber jeder – auch wenn die Pensionierung schon in fünf Jahren ansteht – noch etwas dafür tun, um im Alter mehr Geld zur Verfügung zu haben. Allerdings sollten ältere Anleger eine vorsichtigere Anlagestrategie verfolgen, um das Risiko eines kurzfristigen Kapitalverlustes vor ihrer Pensionierung so gering wie möglich zu halten. Jüngere Anleger dagegen können mutiger vorgehen, da sie ja noch viele Erwerbs- und Investitionsjahre vor sich haben, um kurzfristige Verluste auszugleichen.

4. Warum sollte ich statt direkt in Aktien oder Anleihen in Investmentfonds investieren?

Investmentfonds sind eine kostengünstige und effiziente Möglichkeit in eine Vielzahl Vermögenswerte zu investieren. Mit einem Anlageportfolio, das auf bestimmte Anlageziele ausgerichtet ist, gibt es für jeden Investor den passenden Fonds, sowohl für den vorsichtigen als auch den risikoreicheren Typ. Die Anlageentscheidungen für einen Fonds werden von qualifizierten Experten mit jahrelanger Erfahrung auf ihrem Fachgebiet getroffen. Dagegen erfordern direkte Anlagen in Aktien und Anleihen fundierte Kenntnisse sowohl über die Unternehmen als auch die wirtschaftliche Lage. Auch mit der Hilfe eines Anlageberaters ist es ein zeitaufwendiger und teurer Prozess, an dem sich nur fortgeschrittene und erfahrene Investoren versuchen sollten, die ihren finanziellen Entscheidungen und deren Umsetzung genug Zeit widmen können.

5. Kann ich schnell auf mein Geld zugreifen?

Laut OGAW-Richtlinien sind die Investoren berechtigt, ihre Anteile mindestens zweimal im Monat zurückzugeben. Die meisten Fonds kaufen und verkaufen ihre Anteile jedoch täglich. Die Erlöse werden dem Anleger am Abrechnungstermin ausgezahlt, d.h. in der Regel bis zu fünf Tage später. Der Rückkaufspreis richtet sich nach dem Fondsvermögen. Der Fondsprospekt enthält nähere Angaben über die Rücknahme- und Abrechnungstermine. Exchange Traded Funds können während eines Handelstages an der Börse verkauft werden, obwohl hier ein anderer Abrechnungszeitraum gelten kann. Man sollte beachten, dass Kapitalanlagen im Allgemeinen die beste Wertentwicklung erzielen, wenn man sie mittel- bis langfristig hält. Im Notfall lassen sich OGAW-Fondsanteile jedoch recht kurzfristig zurückgeben.

6. Wie kann ich sicher sein, dass mein Geld richtig investiert wird?

Die Anlageentscheidungen für OGAW-Fonds werden im Rahmen einer gegenseitigen Kontrolle getroffen, die gewährleisten soll, dass der Fonds nach den Vorgaben im Fondsprospekt verwaltet wird. Unabhängige Dienstleister wie die Depotbank des Fonds sind Teil einer Aufsichtsstruktur, die dafür sorgt, dass die Interessen der Investoren gewahrt bleiben und das Fondsvermögen prospektkonform angelegt wird. Wenn Sie besorgt sind, dass der Fonds gegen seine Anlagepolitik verstößt, sollten Sie sich zunächst an Ihren Anlageberater wenden. Sie können auch die Fondsmanagementgesellschaft und die Finanzaufsicht des Landes konsultieren, in dem der Fonds zugelassen ist.

7. Wie wird das Risiko in einem Fonds kontrolliert?

Das Eingehen von Risiken ist ein wichtiger Aspekt der Kapitalanlage. Erfolgreiches Investieren erfordert nicht nur ein Portfolio, das möglichst hohe Renditen erzielt, es geht auch darum, die Wertentwicklungsziele gleichzeitig durch möglichst geringe Risiken zu erreichen. Investmentgesellschaften richten dazu umfangreiche Kontrollmechanismen ein, um das Risiko zu überwachen und zu steuern. Die Fondsmanager halten sich an die im Prospekt aufgeführten strenge Vorgaben für die Diversifikation des Vermögens, das in einzelne Wertpapiere oder bestimmte Länder oder Sektoren investiert werden kann. In den Fondsgesellschaften laufen interne Analyseprozesse ab, bei der die Risiken der Wertpapiere und des Porfolios durch Kennzahlen ermittelt und kontrolliert werden. Sollten die Risiken über bestimmte Grenzwerte gehen, kann der Portfoliomanager entsprechend frühzeitig reagieren.

8. Gibt es einen guten und einen schlechten Zeitpunkt für eine Investition?

Wenn Sie sich für eine Investition entscheiden, sollte der Zeitpunkt in erster Linie von Ihrer eigenen persönlichen Situation und Ihrem Anlageziel abhängen. Sie sollten dabei Faktoren wie Ihr aktuelles Einkommen und Ihre Ausgaben, Ihr Alter, Ihre Familiensituation und Ihren gewünschten Lebensstil berücksichtigen.

Kursschwankungen bei Aktien, Anleihen und anderen Vermögenswerten sind normal, gleichen sich aber meist mit der Zeit aus. Je länger ihr Anlagehorizont, desto weniger leidet Ihr Vermögen unter kurzfristigen Kursschwankungen. Dazu tragen auch regelmäßige Investitionen bei, die gewährleisten, dass Sie Ihr Geld kontinuierlich und bei jeder Marktlage anlegen, sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Kursen.

9. Gibt es Investmentfonds, die garantiert keinen Verlust machen?

Natürlich gibt es Investmentfonds am Markt, die mit gewissen Garantien oder einer Art Kapitalschutz verbunden sind, der den ursprünglichen Anlagebetrag in der Regel ganz oder teilweise absichert. Darüber hinaus gibt es Fonds, die bereits erzielte Gewinne für die Zukunft festschreiben. Diese Fonds bieten vorsichtigen Anlegern ein ruhiges Gewissen. Die mit der Garantie verbundenen Kosten führen allerdings dazu, dass die Renditen bei guten Marktbedingungen geringer sind, als es ohne Garantie der Fall wäre. Bei diesen Produkten muss das Kapital für einen bestimmten Zeitraum festgelegt werden, damit der garantierte Wert gesichert ist. Bei manchen garantierten Produkten kann ein frühzeitiger Wertverlust der Investments dazu führen, dass der Fonds kaum mehr als den vereinbarten Kapitalschutz sichert, auch wenn sich der Markt anschließend noch so stark wieder erholt. Eine Lektion aus der jüngsten Finanzkrise besteht überdies darin, dass eine Garantie immer nur so stark ist wie das Unternehmen, das sie gewährt.

10. Sollte ich in Aktien oder Anleihen investieren?

Aktien und Anleihen erfüllen in der Finanzwelt unterschiedliche Aufgaben. Sie schließen einander jedoch keineswegs aus, sondern ergänzen sich vielmehr gegenseitig. Viele Anleger bevorzugen eine Mischung beider Anlageformen, entweder durch eine Kombination von Renten- und Aktienfonds oder durch Mischportfolios, die in beides investieren. Bei Aktien besteht das Potenzial eines größtmöglichen Kapitalzuwachses, während Anleihen eine feste Rendite über einen bestimmten Zeitraum bieten.

Der Kurs einer Aktie schwankt aufgrund einer Vielzahl von Faktoren, wie z.B. der allgemeinen wirtschaftliche Lage eines bestimmten Sektors, eines ganzen Landes oder einer Region oder der Stärke und Stabilität de jeweiligen Unternehmens. Anleihenkurse hängen von der Kreditwürdigkeit des Emittenten und von der Zinsentwicklung ab. Aufgrund dieser unterschiedlichen Merkmale kann sich das Verhältnis zwischen Renten- und Aktienfonds im Portfolio eines Anlegers mit der Zeit verändern. Ausschlaggebend sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Bedürfnisse und das Risikoprofil des Anlegers.

11. Kann man durch die Anlage in Investmentfonds schnell Geld verdienen?

Man sollte die Finanzmärkte im Allgemeinen und Fonds im Besonderen nicht als schnelle Geldquelle betrachten. Bei Anlagen mit der Aussicht auf schnelle Gewinne besteht auch die Gefahr schneller Verluste. Auch wenn sich ein Investor dafür entscheidet, solide, konservative Kapitalanlagen, die ein stabiles langfristiges Wachstum bieten, mit dynamischen Investitionen zu kombinieren, die höhere Zuwächse erzielen können, sollte eine derartige Strategie nicht ohne fachkundigen Rat umgesetzt werden. Angebote, die das schnelle Geld versprechen, sollte man als Anleger tunlichst meiden. Wenn es zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es das vermutlich auch!

12. Wie kann ich sicher sein, dass mein Portfolio diversifiziert wird?

Ein breit diversifiziertes Anlageportfolio ist ein Portfolio, das nicht übermäßig in einem einzelnen Wertpapier oder einem bestimmten Land, einer Region, einem Sektor oder einer bestimmte Anlageform konzentriert ist. Würde ein Portfolio beispielsweise nur in Investmentfonds investieren, deren Fokus auf Aktien eines Industriezweigs liegt, wäre Ihr Kapital einem recht hohen Risiko ausgesetzt, obwohl der Investmentfonds innerhalb des Industriezweigs sehr stark diversifiziert ist. Ein möglicher Einbruch in diesem Industriezweig könnte erhebliche Verluste für all Ihre Investments zugleich bedeuten.

Um ein breit diversifiziertes Portfolio zu erstellen, müssen Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, welche finanziellen Ziele Sie erreichen wollen und welche Risiken Sie dazu eingehen wollen. Wenn es Ihnen primär um maximalen Kapitalzuwachs geht, müssten Sie einen größeren Teil Ihres Geldes in Aktienfonds investieren. Wenn für Sie aber der Kapitalschutz oberste Priorität hat, werden Sie einen größeren Anteil an Renten- und anderen risikoärmeren Fonds bevorzugen. Der wichtigste Aspekt eines gemischten Portfolios ist jedoch, dass es das Ihrer Situation angemessene Gleichgewicht zwischen Kapitalwachstum und Kapitalschutz, also zwischen Risiko und Rendite, finden sollte. Anlageberater können Ihnen dabei helfen, ein Vermögensportfolio zusammenzustellen, das Ihren Bedürfnissen gerecht wird.

13. Wie kann ich Fondsanteile kaufen oder verkaufen?

Das Verkaufsprospekt sagt Ihnen, wie oft die Fondsanteile gekauft (Zeichnung) und verkauft (Rücknahme) werden können. Die meisten OGAW-Fonds bieten tägliche Zeichnungen und Rücknahmen (obwohl es auch Fonds mit wöchentlichem oder zweiwöchentlichem Rhythmus gibt). Es kann vorkommen, dass ein Fonds für neue Zeichnungen gesperrt ist und daher keine Fondsanteile erworben werden können.

Die Vorgehensweise beim Kauf und Verkauf von Fondsanteilen unterscheidet sich von Land zu Land und richtet sich nach den Vertriebskanälen, die das Fondsmanagement verwendet. Die einfachste Art, dies herauszufinden, ist, sich an Ihren Finanzberater oder direkt an die Managementgesellschaft des Fonds zu wenden, um die nötigen Informationen zu erhalten. Sie können auch den Fondsprospekt zurate ziehen, in dem die Vertriebswege, die Zahlstellen und/oder anderweitigeInformationsstellen aufgeführt sind, die hierüber Auskunft geben können.

14. Wo kann ich mich über Luxemburger OGAW-Fonds informieren?

Anleger sollten sich zunächst anhand des Key Investor Information Document über einen Fonds informieren, das der Fondsmanager für jeden OGAW-Fonds ab dem 1. Juli 2011 zur Verfügung stellen muss. (Die Übergangsfrist für bereits vor diesem Stichtag bestehende Fonds beträgt maximal 12 Monate.) Das Dokument enthält Informationen über Anlageziele und –politik, Risiko-Rendite-Profil, Kosten und die bisherige Wertentwicklung eines Fonds und gibt an, wo Sie weitere Informationen erhalten. 

Nähere Informationen über in Luxemburg ansässige Fonds erhalten Sie im Allgemeinen bei den Fondsgesellschaften der jeweiligen Investmentfonds und ihren Vertriebskanälen wie beispielsweise Banken, Versicherungsgesellschaften und Finanzberater. Allgemeine und detaillierte Informationen über alle in Luxemburg ansässigen Fonds finden Sie aber auch auf der Finesti-Website (www.finesti.com), auf der sich Fonds auch miteinander vergleichen lassen.

15. Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Investmentfonds, Finanzberater und Fondsmanagementgesellschaften werden sorgfältig reguliert. Strenge Vorschriften gewährleisten, dass Professionalität und „Best-Practice“-Grundsätze stets Vorrang haben. Wenn sich ein Fonds nicht so entwickelt, wie Sie erwartet haben, können sich vielleicht die Marktbedingungen verschlechtert haben. Marktfluktuationen sind normal, aber es gilt zu beachten, dass sich der Fondsmanager stets an die im Verkaufsprospekt genannten Vorschriften und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen halten muss.

Daher ist es sinnvoll, zu überprüfen, ob der Fonds wie im Prospekt zugesichert investiert. Hierzu kann man den Jahresbericht studieren, der eine Stellungnahme des unabhängigen Wirtschaftsprüfers enthält. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Fondsanlagen nicht dem Prospekt oder den Marketingunterlagen entsprechen, die Sie erhalten haben, oder wenn Sie aus anderen Gründen nicht damit einverstanden sind, wie die Fondsgesellschaft oder der Fondsmanager ihre Pflichten erfüllt haben, sollten Sie zunächst Ihren Anlageberater konsultieren, oder sich auch direkt an die Fondsgesellschaft wenden. Wenn Sie mit der Reaktion nicht zufrieden sind, können Sie die Finanzaufsicht Ihres Heimatlandes, die Finanzaufsicht im Heimatland des Investmentfonds, oder Verbraucherschutzeinheiten kontaktieren. Dort findet man auch Hilfe wie weiter verfahren werden kann.

Anlageberater sollten Ihnen Leitlinien und Anlageempfehlungen geben, die auf Ihrem Anlageprofil und Ihrer Risikobereitschaft beruhen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Beratung, nach der Sie gehandelt haben, nicht für Ihren Anlagebedarf geeignet war, können Sie sich an das Finanzinstitut, bei dem der Berater beschäftigt ist, an eine Berufsorganisation für Finanzberater in Ihrem Heimatland oder an Ihre Finanzaufsicht vor Ort wenden.

Updated on 01/07/11  
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