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Glossar

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A

 

Administrator – siehe Fondsadministrator.

 

Aktien – Eigentumsanteile an einem Unternehmen. Aktien können an einer Börse notiert sein und dort gehandelt werden oder sich im Privatbesitz der Unternehmenseigner befinden. Die Aktien werden zu einem Preis verkauft, über den das emittierende Unternehmen beim Börsengang oder einer späteren Emission entscheidet.Danachhängt der Aktienkurs jedoch von Angebot und Nachfrage ab und wird von Faktoren wie z.B. der Rentabilität des Unternehmens und der allgemeinen Wirtschaftslage beeinflusst.

 

Aktienauswahl – der Teil des Investmentprozess, bei dem ein Fondsmanager entscheidet, welche Aktien eines bestimmten Sektors oder Marktes gekauft werden. Diese Entscheidung umfasst in der Regel eine detaillierte Analyse der Aktivitäten, Finanzen und Kunden der Unternehmen und oft auch persönliche Gespräche zwischen den Fondsmanagern und der Unternehmensleitung.

 

Aktiv gemanagter Fonds – eine Anlagestrategie, die durch die gezielte Auswahl einzelner Wertpapiere (wie z.B. Aktien) ein bestimmtes Anlageziel erreichen möchte, wie z.B. das bessere Abschneiden als ein bestimmter Vergleichsmaßstab (z.B. Markt, Index). Im Gegensatz dazu wird bei einem passiv gemanagten Fonds (Indexfonds) die im Index enthaltenen Wertpapiere nachgebildet.

 

Altersvorsorge – eine Vorkehrung, die für den Ruhestand einer Person vorsorgt und entweder von dieser Person selbst durch ihre eigenen Ersparnisse, von ihrem Arbeitgeber oder von der Regierung ihres Heimatlandes finanziert wird. Viele Unternehmen und private Pensionskassen investieren in Anlagefonds als Grundlage der Vermögensbildung.

 

Anlageberater (Fonds) – eine Person oder Gruppe, die gegen Gebühr im Auftrag des Fondsmanagers Anlageempfehlungen abgibt oder Wertpapieranalysen erstellt. In manchen Fällen kann die Fondsgesellschaft einen Anlageberater ernennen, um dessen Fachkompetenz in dem jeweiligen Bereich oder Markt in Anspruch zu nehmen, in den der Fonds investiert.

 

Anlageberater (Privatanleger) – ein Experte, der entweder selbstständig arbeitet oder bei Finanzunternehmen wie Banken oder Maklern beschäftigt ist und Privatpersonen berät, wie sie ihr Kapital anlegen. Die Aufgabe des Finanzberaters besteht darin, die finanziellen Mittel, das Anlageprofil und die Anlageziele eines Investors zu ermitteln und ihm daraufhin Kapitalanlagen zu empfehlen, die seinen Bedürfnissen entsprechen.

 

Anlageinstrumente – Finanzprodukte, die den Investmentfonds oder direkten Investitionen für Kapitalanlagen zur Verfügung stehen, darunter Aktien, Anleihen, Geldmarktinstrumente, Baranlagen und Derivate.

 

Anlagekategorie – die unterschiedlichen Arten von Vermögensklassen, in die Fonds oder Privatanleger investieren können. Die drei wichtigsten Anlagekategorien für OGAW-Fonds sind Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente.

 

Anlagepolitik – die Anlagepolitik beschreibt im Wesentlichen die Maßnahmen der Verwaltung des Fondsvermögens. Sie gibt u.a. die Art der Wertpapiere an, in die der Investmentfonds investieren darf, sowie die Richtlinien vor, die der Fondsmanager zu befolgen hat, wie z.B. die Anlagegrenzen zu einzelnen Wertpapieren oder Anlageklassen oder Maßnahmen zur Absicherung gegen Kursverluste.

 

Anlagerichtlinien – die im Prospekt eines Investmentfonds festgehaltenen Richtlinien, die erläutern, wie die Kapitalanlagen verwaltet werden, einschließlich etwaiger Beschränkungen von Art und Umfang der Investments.

 

Anleihen – Schuldverschreibungen von Regierungen, Finanzinstituten oder anderen Unternehmen zur Kapitalbeschaffung. Sie werden an Finanzmärkten gehandelt und bieten zumeist eine feste Verzinsung über einen festgelegten Zeitraum. Der Nennwert wird zurückgezahlt, wenn die Laufzeit der Anleihe endet. Obwohl sie generell als weniger riskant als Aktien angesehen werden, sind einige Anleihen mit größeren Risiken verbunden als andere. Das Risiko hängt von der Finanzkraft und Stabilität des Emittenten ab, die Anleihekurse können aber auch durch Zinsschwankungen oder eine Veränderung der allgemeinen Marktlage allgemein beeinträchtigt werden.

 

Anteilklassen – unterschiedliche Arten von Anteilen, die von einem Investmentfonds begeben werden und ihren Inhabern in der Regel unterschiedliche Rechte verleihen. So begeben manche Fonds z.B. Anteile in verschiedenen Währungen wie dem Euro, dem US-Dollar und dem Britischen Pfund. Andere bieten dagegen diverse Anteilklassen mit unterschiedlichen Konditionen und Gebührenstrukturen für unterschiedliche Arten von Investoren an.

 

Asset Allocation – auch Anlageaufteilung, Portfoliostrukturierung – die Verteilung unterschiedlicher Anlageklassen innerhalb eines Fonds oder Anlegerportfolios. Die Erstellung eines Modells für die Vermögensallokation gehört oft zum Anlageprozess eines Fondsmanagers und soll auch gewährleisten, dass die Portfolios nach den Vorgaben im Fondsprospekt angelegt werden. Das Allokationsmodell kann Grenzwerte für bestimmte Assetklassen, Regionen oder auch Sektoren vorsehen.

 

Assetklasse – bezieht sich auf die Typisierung von Vermögenswerten. Die drei wesentlichen Assetklassen für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) sind Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumente.

 

Ausgabeaufschlag – eine Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen anfällt. Diese Gebühr nennt man auch Zeichnungsgebühr. Sie geht in der Regel zum größten Teil an das Vertriebsunternehmen des Fonds, etwa eine Bank, einen Makler oder einen Finanzberater. Diese Gebühr wird im Fondsprospekt erläutert.

 

Ausschüttung von Erträgen – Ertrag, der an den Anteilinhaber eines Fonds ausgezahlt wird.

 

B

 

Bärmarkt – ein Aktienmarkt, in dem das Kursniveau kontinuierlich fällt. Gegenteil des Bullmarktes.

 

Benchmark – ein finanzieller Maßstab, in der Regel ein Aktien- oder Anleihenindex, an dem die Wertentwicklung eines Anlagefonds oder Wertpapierportfolios gemessen und beurteilt wird.

 

Berater – siehe Anlageberater.

 

Bestandsprovision – eine regelmäßige Gebühr, die im Allgemeinen der Anlagefonds trägt. Sie deckt die laufenden Zahlungen an die Fondsvermittler.

 

Bewertungswährung – die Währung, die zur Bewertung von Vermögenswerten eines Fonds herangezogen wird, auch wenn die Vermögenswerte selbst eventuell auf eine andere Währung lauten.

 

Blue Chip – auch Standardwert, eine Bezeichnung für die größten und bekanntesten Unternehmen der Welt oder eines Landes bzw. für deren Aktien und Anleihen. Manche Anleger bevorzugen Blue Chip-Werte wegen der Stabilität und Zuverlässigkeit, die man von ihnen erwartet.

 

Börsennotiertes Unternehmen – ein Unternehmen, dessen Aktien an einer Börse gehandelt werden. Börsennotierte Unternehmen müssen regelmäßige Informationen über ihre finanzielle Situation und andere Informationen veröffentlichen, die sich auf ihren Aktienkurs auswirken könnten.

 

Bullmarkt – ein Markt, der sich in einer dauerhaften Wachstumsphase befindet. Gegenteil des Bärmarktes.

 

C

 

CSSF – Commission de Surveillance du Secteur Financier (Aufsichtsbehörde für den Finanzsektor), die Luxemburger Finanzaufsicht.

 

D

 

Depotbank – die Depotbank eines Fonds ist ein reguliertes Institut, in der Regel eine Bank, und für die sichere Verwahrung der Vermögenswerte des Fonds im Einklang mit den geltenden Fondsbestimmungen zuständig. Bei einigen Fondsarten nimmt die Depotbank darüber hinaus auch eine Überwachungsfunktion wahr.

 

Derivate – Finanzinstrumente, die von Wertpapieren wie Aktien und Anleihen „abgeleitet“ sind, beispielsweise Futures (Kontrakte über den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren an einem festgelegten späteren Termin) und Optionen (Kontrakte, die den Inhaber berechtigen, aber nicht verpflichten, eine bestimmte Transaktion durchzuführen) sowie andere Finanzkontrakte.

 

Diversifikation – die Streuung des Anlagerisikos durch Investitionen in unterschiedliche Vermögenswerte, die abhängig von Kriterien wie Land oder Region, Sektor, Währung oder Anlageform variieren können.

 

Dividende – der Ertrag, den die Aktionäre eines Unternehmens als Gewinnbeteiligung erhalten. Einige Investmentfonds schütten diesen Ertrag aus, während andere die erzielten Dividenden in den Fonds reinvestieren.

 

Domizilierungsstelle – der rechtlich eingetragene Sitz des Investmentfonds. Sie ist für die Erfüllung von Aufgaben und Pflichten im Zusammenhang mit dem physischen Domizil verantwortlich, wie z.B. die Bereitstellung von Büroräumen und anderen Einrichtungen für den Fonds, Durchführung der gesamten Korrespondenz an den Fonds  und Veranlassung der Begleichung von Rechnungen in dessen Auftrag.

 

E

 

Exchange-Traded Funds (ETFs) – Investmentfonds, die an einer Wertpapierbörse notiert sind. Ihr wichtigstes Merkmal besteht darin, dass sie während der Börsenzeiten jederzeit gekauft und verkauft werden können. Die meisten ETFs bilden die Wertentwicklung eines bestimmten Index nach.

 

F

 

FCP – das französische Kürzel für Fonds Commun de Placement (gemeinsamer Anlagefonds). Der FCP ist eine Struktur mit geteilten Eigentumsrechten, deren Miteigentümer nur für den von ihnen geleisteten Beitrag haften und deren Rechte durch Anteile verbrieft sind. Ein gemeinsamer Anlagefonds ist kein Rechtssubjekt und muss nach den geltenden Bestimmungen von einer Managementgesellschaft verwaltet werden.

 

Festverzinsliche Anlagen – Wertpapiere wie Anleihen und Geldmarktinstrumente, die über einen vorher festgelegten Zeitraum eine feste oder variable Verzinsung zahlen.

 

Finanzberater – siehe Anlageberater

 

Fonds – siehe Investmentfonds.

 

Fondsadministrator – der Administrator ist für die administrative Pflichten eines Investmentfonds verantwortlich ist, wie z.B. die Berechnung des Nettoinventarwerts (NIW) die ordnungsgemäße Buchführung oder die Erfassung der Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile..

 

Fondsanteile – Eigentumsanteile am Nettovermögen eines Investmentfonds, die Anleger für die Investition ihres Kapitals erhalten. Anleger in einen OGAW-Fonds sind gesetzlich berechtigt, ihre Anteile an den Fonds zurückzugeben. Dies ist in den meisten Fällen täglich und in jedem Fall mindestens zweimal im Monat möglich.

 

Fondsberater – siehe Anlageberater.

 

Fondsmanagementgesellschaft – siehe Managementgesellschaft.

 

Fondsmanager – die Person, die für die Anlageverwaltung eines bestimmten Investmentfonds verantwortlich ist. Der Fondsmanager trifft die täglichen Entscheidungen darüber, welche Vermögenswerte gekauft bzw. verkauft werden. Dabei greift er häufig auf das Research und die Analysen eines Expertenteams zurück.

 

Fondspromoter – die Person, Personengruppe oder das Unternehmen, die/das den Investmentfonds initiiert und sein Geschäftsprofil festlegt.

 

Fondsvermögen – die Wertpapiere, liquiden Mittel und sonstigen Kapitalanlagen eines Anlagefonds.

 

Futures – ein Futures-Kontrakt (Terminkontrakt) ist ein Derivat, mit dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Vermögenswerts entsteht, wie z.B. einer Anzahl Aktien oder Anleihen zu einem bestimmten Kurs zu einem festgelegten späteren Termin. Wie andere Derivate können Futures an speziellen geregelten Börsen wie etwa der NYSE Liffe oder Eurex gehandelt werden, aber auch im außerbörslichen OTC-Handel (Freiverkehr).

 

G

 

Geld-Brief-Spanne – die Differenz zwischen dem Preis, zu dem Wertpapiere verkauft werden und dem Preis, zu dem sie gekauft werden können. Der Geldkurs ist der Verkaufspreis, der Briefkurs ist der Kaufpreis.

 

Gesamtkostenquote – gibt die Gesamtkosten eines Investmentfonds an und wird als prozentualer Anteil am Gesamtvermögen des Fonds ausgedrückt. Das Kürzel dafür lautet TER (Total Expense Ratio). Die Gesamtkostenquote umfasst in u.a. Kosten für die Verwaltung des Fonds,  für das Fondsmanagement, die Prüfungsgesellschaft, der Aufwand für die Verkaufsprospekte.

 

Geschlossene Fonds – ein Anlagefonds mit festgelegtem Anteilskapital. Sobald das Fondskapital vollständig begeben wurde, können die Anteile nur noch auf einem Sekundärmarkt (häufig eine Wertpapierbörse) von bestehenden Anteilinhabern erworben werden. Die bestehenden Anteilinhaber können ihre Anteile ebenfalls nur auf diesem Sekundärmarkt verkaufen.

 

Gewinn je Aktie (Kurs-Gewinn-Verhältnis) – ein weit verbreiteter Indikator für die Rendite auf Aktienanlagen. Ergibt sich aus den Gesamtgewinnen eines Unternehmens, dividiert durch die Anzahl der umlaufenden Stammaktien.

 

Grundkapital – ein anderes Wort für das Eigenkapital oder die Aktien eines Unternehmens. Der Begriff bezieht sich nicht auf einzelne Anteile, sondern auf das Eigenkapital eines Unternehmens insgesamt.

 

H

 

Hedging – eine Strategie zur Risikominderung, normalerweise mithilfe von Derivaten wie Futures und Optionen, um sich gegen einen Kursrückgang bestimmter Vermögenswerte abzusichern, die sich im Portfolio des Fonds oder eines Anlegers befinden.

 

I

 

Index – gibt den Durchschnittspreis einer Gruppe von Vermögenswerten an, insbesondere Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. Indizes können sich Wertpapiere oder andere Vermögenswerte eines Landes, einer Region, eines Sektors usw. beziehen. Indizes dienen häufig als Vergleichswert (Benchmark) für die Entwicklung eines Investmentfonds, der in ähnliche Vermögenswerte investiert. Sie dienen häufig als Grundlage für die Exchange-Traded Funds, die die Wertentwicklung entsprechend nachbilden sollen.

 

Indexfonds – ein Investmentfonds, dessen Anlagestrategie in der möglichst genauen Nachbildung eines Index besteht, z.B. eines Aktien- oder Anleihenindex.

 

Inflation – der Prozentsatz, um den die Preise eines bestimmten Waren- und Dienstleistungskorbes pro Jahr steigen (bzw. fallen, dann spricht man von Deflation). Die Höhe der Inflation ist für Investitionen in Wertpapiere aller Art bedeutsam, aber vor allem für festverzinsliche Anlagen und Fonds, da die Inflation von der Jahresrendite eines Vermögenswerts abgezogen werden muss, um den realen Gewinn des Investors zu ermitteln.

 

Investmentfonds – der Überbegriff für ein Anlageinstrument, das die Gelder mehrerer Investoren bündelt. Ein Investmentfonds investiert gemäß seiner Anlagestrategie und -ziele in bestimmte Märkte und Wertpapiere. Fonds können zahlreiche Rechtsformen aufweisen, u.a. Gesellschaften, Partnerschaften oder vertragliche Vereinbarungen.

 

Investmentgesellschaft (siehe auch SICAV) – ein Investmentfonds, der wie ein Unternehmen aufgebaut ist, mit Aktionären und einem Verwaltungsrat, der für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit des Fonds im Einklang mit der im Prospekt festgehaltenen Anlagepolitik verantwortlich ist.

 

Investmentprozess - die festgelegte Vorgehensweise, nach der die Fondsmanager entscheiden, welche Kapitalanlagen gekauft und verkauft werden sollen. Dabei wenden sie Prozesse/Methoden der Einzeltitelauswahl und/oder der generellen Vermögensallokation (Asset-Allocation) an. Manche Manager setzen quantitative Methoden ein, die mithilfe von Computersystemen Wertpapiere herausfiltern, die bestimmte Merkmale aufweisen. Anlageprozesse berücksichtigen auch das Risikomanagement und können auch die Einbeziehung eines Anlageausschusses vorsehen.

 

Investmentstil – zu den bekanntesten Investmentstilen gehört das Investieren in „Wachstums-“ und „Substanzwerte“, die unterschiedliche Merkmale aufweisen und abhängig vom wirtschaftlichen Umfeld sich unterschiedlich entwickeln können. Ein weiterer Aspekt des Anlagestils ist die Größe der Unternehmen, in deren Wertpapiere ein Fonds investiert und die in der Regel mit „Small Cap“, „Mid Cap“ und „Large Cap“ (klein-, mittel- und großkapitalisierte Unternehmen) angegeben wird.

 

IPO – Initial Public Offering oder Börsengang, bei dem ein Unternehmen seine Anteile erstmals öffentlich verkauft und an der Börse notieren lässt.

 

J

 

Jahres-/Halbjahresbericht – der jährliche oder halbjährliche Finanzbericht eines Fonds umfasst einen Bericht über seine Kapitalanlagen und Geschäftstätigkeiten innerhalb eines bestimmten Zeitraums und enthält eine detaillierte Rechnungslegung. Anhand der Jahres- und Halbjahresberichte können die Investoren auch nachprüfen, ob die Fondsmanager ihre Aufgabe ordnungsgemäß erfüllen und sich an die im Fondsprospekt erläuterte Anlagepolitik halten. Der Jahresbericht beinhaltet ferner eine Bestätigung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers, dass die Rechnungslegung die Finanzlage des Fonds wahrheitsgemäß und angemessen wiedergibt.

 

K

 

Kapital – ein Geldbetrag, der für eine Kapitalanlage zur Verfügung steht oder bereits investiert wurde. Der Kapitalzuwachs (Kursgewinn) entspricht der Wertsteigerung der Kapitalanlage, im Gegensatz zu den Zinsen oder Dividenden, die damit erzielt werden.

 

Kapitalschutz – ein Investmentfonds mit Kapitalschutz soll gewährleisten, dass der ursprüngliche Anlagebetrag des Investors nach Ablauf eines vorab festgelegten Anlagezeitraums vollständig oder zu einem bestimmten Teil zurückgezahlt wird. Die Investoren sind gegen einen Wertverlust ihrer Kapitalanlage zum jeweiligen Ende des festgelegten Anlagezeitraums abgesichert. Dieser Schutz ist jedoch mit gewissen Kosten verbunden, sodass die Anleger bei steigenden Kursen nicht vollständig an den Kurssteigerungen der Märkte, die sein Fonds abdeckt, partizipiert. Es gibt auch garantierte Kapitalschutzfonds, bei denen die Fondsgesellschaft oder eine Dritte Gesellschaft, wie z.B. eine Bank, gegenüber dem Anleger bzw. dem Fonds eine Garantierklärung abgibt.

 

Key Investor Information Document– das KIID (Abkürzung auch KII oder KID) fasst die Hauptmerkmale eines OGAW-Fonds präzise zusammen, ist leicht verständlich und wird in einem zweiseitigen Standardformat (DIN A4) erstellt. Es ist ab Juli 2011 im Rahmen der OGAW-IV-Richtlinie vorgeschrieben.

 

Kollektive Kapitalanlagen – die Bündelung der Investorengelder, in der Regel durch Investmentfonds, um die Kapitalanlagen optimal einzusetzen, einen Mindestanlagebetrag zu erzielen oder die Investitions- und Verwaltungskosten zu reduzieren.

 

L

 

Leitzins – der wichtigste Zinssatz, den die Zentralbank oder geldpolitische Behörde eines Landes festlegt. Andere Kredit- und Sparzinsen richten sich nach diesem Wert.

 

Liquidität – gibt Auskunft darüber, wie schnell sich ein Vermögenswert, z.B. Aktien, Anleihen oder Fondsanteile, in Barmittel umwandeln lässt. Ein hochliquider Vermögenswert ist schnell und einfach zu veräußern. Dagegen sind Immobilien wohl die Vermögenswerte mit der geringsten Liquidität. Wenn ein Fonds tägliche Liquidität bietet, dann bedeutet das, dass die Investoren die Fondsanteile täglich kaufen (zeichnen) oder verkaufen (zurückgeben) können.

 

M

 

Managementgebühr – die Gebühr, die von der Managementgesellschaft für ihre Dienste in Verbindung mit der Anlageverwaltung und der Führung eines Investmentfonds erhoben wird. Je komplexer die Anlagestrategie, desto höher in der Regel die Managementgebühr.

 

Managementgesellschaft – ein Unternehmen, das für die Organisation, Leitung und Administration eines Investmentfonds zuständig ist.

 

Market Maker – ein spezialisiertes Unternehmen, das als Vermittler (ein sog. Intermediär) für Investoren fungiert, die eine bestimmte Aktie an der Börse kaufen oder verkaufen möchten. Market Maker beteiligen sich an diesen Transaktionen auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko. Ihr Gewinn entspricht der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis. Es gibt auch Market Maker für Exchange-Traded Funds.

 

Marktkapitalisierung – der Wert eines Unternehmens, gemessen an seinem Aktienkurs, der mit der Anzahl seiner umlaufenden Anteile multipliziert wird. Die Größe eines Unternehmens wird für Anlagezwecke oft an der Marktkapitalisierung gemessen, wobei man zwischen „Small Caps“, „Mid Caps“ und „Large Caps“ (Klein-, Mittel- und Großkapitalisierung) unterscheidet.

 

Merger(von Fonds) – die Zusammenlegung zweier oder mehrerer Anlagefonds zu einer Einheit, die aus verschiedenen Gründen erfolgen kann. Ein Fonds kann mit einem anderen Fonds zusammengelegt werden, damit ein größerer Vermögenspool entsteht, dessen Betrieb wirtschaftlicher ist, oder wenn die Zusammenlegung zweier Fondsmanagementgruppen zur Überschneidung mehrerer Fonds mit ähnlichen Zielen führt.

 

MiFID – die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, kurz Finanzmarktrichtlinie oder MiFID (Markets in Financial Instruments Directive), soll einheitliche Regelungen für anlegerorientierte Dienstleistungen innerhalb der EU vorgeben. Dies umfasst auch Vorschriften für die Qualität der Dienstleistungen von Finanzinstituten. Laut MiFID müssen die Unternehmen ihre Kunden bestimmten Kategorien zuordnen und für jede Kategorie unterschiedliche Schutzmaßnahmen ergreifen. Privatanleger bilden eine dieser Kategorien. Finanzunternehmen, die der MiFID unterliegen und Geschäfte mit Privatanlegern abschließen, müssen klare Verfahren anwenden und bestimmte Auflagen erfüllen, um zu beurteilen, ob sich ein bestimmtes Anlageprodukt für den Investor eignet.

 

Mischfonds – Anlagefonds (auch Balanced Funds), die sowohl in Aktien als auch in Anleihen investieren und mitunter auch in andere Anlagekategorien wie Geldmarktinstrumente.

 

Mutual Funds – Der US-Begriff für Anlagefonds, in der Regel offene Publikumsfonds.

 

N

 

Nettoinventarwert (NIW) – der Gesamtwert des Vermögens eines Investmentfonds, abzüglich der Verbindlichkeiten wie Kosten und sonstiger Schulden. Der Anteilspreis (Nettoinventarwert je Anteil) wird berechnet, indem der NIW eines Fonds durch die Anzahl umlaufender Anteile dividiert wird. Die Häufigkeit der NIW-Berechnung hängt von der Art des Fonds und den Bestimmungen im Prospekt ab. Sie ist die Grundlage des Kurses, zu dem Investoren Fondsanteile kaufen (zeichnen) oder verkaufen (zurückgeben) können, vorbehaltlich etwaiger Gebühren und Provisionen.

 

No-Load – ein Investmentfonds, bei dem die Investoren keinen Ausgabeaufschlag zahlen müssen, wenn sie Anteile des Fonds kaufen oder verkaufen.

 

O

 

OEIC – Kürzel für Open-Ended Investment Company, die in Großbritannien verbreitet ist. OEIC werden in Luxemburg mit dem französischen Kürzel SICAV bezeichnet.

 

Offener Fonds – ein Investmentfonds, der die Ausgabe neuer Anteile gestattet, wann immer Investoren in den Fonds investieren wollen. Der Umfang des Fonds hängt von der jeweiligen Anzahl der Investoren und der Anzahl ihrer Anteile ab.

 

OGAW – kurz für „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“, der Titel einer Reihe von Richtlinien, die ab 1985 von der Europäischen Union (EU) eingeführt wurden. Fonds, die den Kriterien der Richtlinien entsprechen, werden als OGAW-Fonds bezeichnet und können in der gesamten EU vertrieben werden.

 

Optionen – Derivate in Form einer Vereinbarung, wonach der Inhaber einer Option ein bestimmtes Wertpapier in der Zukunft zu einem bestimmten Preis kaufen oder verkaufen kann (jedoch nicht dazu verpflichtet ist). Optionen können als Absicherung gegen Kursänderungen dienen.

 

P

 

Passiv gemanagte Anlage – eine Anlagestrategie, deren Wertentwicklung einem bestimmten Markt entsprechen soll, der in der Regel durch einen Index wiedergegeben wird. Dabei wird meist entsprechend der Gewichtung in dieselben Aktien oder Wertpapiere wie der jeweilige Index investiert. Wenn sich der Index verändert, etwa weil einzelne Aktien oder deren Gewichtung verändert werden, muss ein passiv gemanagter Investmentfonds entsprechend angepasst werden.

 

Performance – die Wertentwicklung eines Investmentfonds, gemessen an der Rendite, die der Fonds in einem bestimmten Zeitraum erzielt. Diese Rendite wird häufig mit den Renditen ähnlicher Fonds oder mit einem Referenzwert wie beispielsweise einem Aktienindex verglichen.

 

Sparplan – der Prozess, bei dem Investoren regelmäßig Finanzanlagen erwerben, normalerweise in monatlichen Abständen, manchmal aber auch nur einmal im Jahr. Investiert wird in der Regel nach einem vorab festgelegten Plan. Dies ist das Gegenteil einer einmaligen Investition, bei der nur einmal Vermögenswerte erworben werden. Ein periodischer Sparplan sorgt dafür, dass Sie Ihr Geld in allen Marktphasen investiert, sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Kursen.

 

Portfolio – ist die Gesamtheit aller Wertpapieranlagen, die ein Privatanleger oder ein institutioneller Investor in seinem Depot hält. Beschreibt auch die Gesamtheit der Vermögenswerte eines Investmentfonds.

 

Prospekt – das wichtigste juristische Dokument des Investmentfonds, das umfassende Details der grundlegenden Ziele des Fonds, seine Anlagepolitik und Angaben über seine Geschäftstätigkeit enthält.

 

R

 

Rendite – der jährliche Gesamtertrag einer Kapitalanlage wie Aktien, Anleihen oder Anlagefonds, der in Prozent angegeben wird. Dient häufig dazu, die Wertentwicklung von finanziellen Vermögenswerten und Fonds zu vergleichen.

 

Risiko – der Allgemeinbegriff für die Wahrscheinlichkeit, dass Investoren einen Verlust erleiden oder mit einer Kapitalanlage nicht die erwartete Rendite erzielen. Viele Investmentfonds geben den Grad der eingegangenen Risiken anhand eines Indikators wie z.B. der Volatilität an, die den historischen Grad der Kursschwankungen anzeigt, die ein Fonds oder Vermögenswert verzeichnet.

 

Rücknahmegebühr – eine Gebühr, die von manchen Anlagefonds erhoben wird, wenn Investoren ihre Anteile an den Fonds zurückgeben. Sie wird an den Fonds gezahlt und dient in der Regel dazu, einen Teil der Kosten zu decken, die dem Fonds durch die Rücknahme entstehen. Diese Gebühr wird im Fondsprospekt erläutert.

 

S

 

Schuldverschreibungen – Finanzinstrumente, die eine Schuld des Emittenten gegenüber dem Inhaber verbriefen, wie z.B. Staats- und Unternehmensanleihen, Geldmarktinstrumente und andere festverzinsliche Wertpapiere.

Sektor – ein bestimmter Teil der Wirtschaft, in den ein Fonds investieren kann, etwa ein Industriezweig wie z.B. Technologie, ein geografischer Standort wie ein einzelnes Land oder eine Region, ein Kontinent oder die ganze Welt.

 

SICAV – das französische Kürzel für Société d’Investissement à Capital Variable (offene Investmentgesellschaft), eine der wichtigsten Arten von Investmentfonds, die in Luxemburg ansässig sind. Bei einer SICAV entspricht das Kapital des Fonds stets seinem Nettoinventarwert. Der aktuelle Nettoinventarwert bestimmt den Kurs, zu dem die Fondsanteile gekauft und verkauft werden.

 

Substanzaktien – Aktien von Unternehmen, die als unterbewertet gelten (d.h. ihr aktueller Kurs wird ihren fundamentalen Merkmalen nicht gerecht) und die daher eine attraktive Anlagemöglichkeit darstellen. Charakteristisch für einen Substanzwert ist beispielsweise ein geringer Marktkurs im Vergleich zum Buchwert, eine hohe Dividendenrendite oder ein geringer Kurs im Verhältnis zum KGV.

 

Swing Pricing – ein Mechanismus, um einen Investmentfonds für den Verwässerungseffekt der Rücknahmen und Zeichnungen zu entschädigen und die verbleibenden Anleger zu schützen. Er soll gewährleisten, dass die Investoren, die Fondsanteile zeichnen oder zurückgeben, einen Teil der Handelskosten tragen, d.h. die Transaktionskosten oder die Differenz zwischen den Geld- und Briefkursen der Basiswertpapiere.

 

T

 

Tracker Fund – siehe auch Indexfonds

 

Transfer Agent – ein reguliertes Unternehmen, das die Anteilszeichnungen und -rücknahmen der Investoren verwaltet und das Register der Anteilinhaber des Fonds führt.

 

U

 

Umbrella-Fonds – ein Investmentfonds, der mehrere Teilfonds oder Segmente umfasst, die jeweils eine andere Anlagepolitik aufweisen können. Die einzelnen Teilfonds können in unterschiedliche Vermögenswerte oder Märkte investieren, auf unterschiedliche Arten von Investoren wie Privatanleger oder institutionelle Anleger ausgerichtet sein oder auf unterschiedliche Währungen lauten, damit sie sich für Anleger aus verschiedenen Teilen der Welt eignen.Die Rechte der Investoren und Gläubiger eines Teilfonds sind in der Regel auf die Vermögenswerte dieses Teilfonds beschränkt.

 

Unabhängiger Finanzberater – Das englische Kürzel lautet IFA (Independent Financial Advisor) und steht für unabhängige Experten, die Privatpersonen im Hinblick auf ihre finanziellen Anlagen beraten. Die Aufgabe des IFA besteht darin, die finanziellen Mittel, das Anlageprofil und die Anlageziele eines Investors zu ermitteln und daraufhin Kapitalanlagen empfiehlt, die seinen Bedürfnissen entsprechen.

 

V

 

Vereinfachter Verkaufsprospekt – ein gemäß OGAW-III-Richtlinie im Jahr 2001 eingeführtes Dokument, das den Inhalt des ausführlichen Verkaufsprospekts zusammenfasst. Ab 2011 wird es durch das KID (Key Information Document) ersetzt, das die wichtigsten Merkmale des Fonds auf zwei Seiten zusammenfasst.

Vermögensallokation – siehe auch Asset Allocation.

 

Vermögensklasse  – siehe Assetklasse

 

Vermögenswerte – die Kapitalanlagen eines Investmentfonds.

 

Vertrieb – der Verkauf von Investmentfonds an die Investoren, z.B. über Zwischenhändler wie Banken, Makler und unabhängige Finanzberater.

 

Vertriebsgebühr – siehe Ausgabeaufschlag.

 

Volatilität – gibt an, wie stark der Kurs eines Fonds oder Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums schwankt.

 

W

 

Wachstumsaktien – Aktien von Unternehmen, deren Gewinne voraussichtlich überdurchschnittlich steigen werden. Wachstumsaktien findet man typischerweise in Sektoren, die von einem wissenschaftlichen oder technologischen Durchbruch profitieren, und in denen die Nachfrage nach den Produkten oder Dienstleistungen dieser Unternehmen stark zunimmt.

 

Wertpapierbörse – ein Markt, an dem Wertpapiere wie Aktien, Anleihen und bestimmte Arten von Investmentfonds (einschl. Exchange-Traded Funds) gehandelt werden.

 

Wertpapiere – häufig als anderer Begriff angewendet für Vermögenswerte wie Aktien und Anleihen. Juristisch ist ein Wertpapier eine Urkunde, die ein privates Recht, wie z.B. ein Miteigentum an einem Unternehmen, verbrieft.

 

 

Z

 

Zeichnungsgebühr – siehe Ausgabeaufschlag

Updated on 29/03/12  
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